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Ratgeber

Lohn im SHK-Handwerk: Tarif, Kundendienst und Spezialisierung

Welche Faktoren beim Verdienst rund um Heizung, Sanitär und Wärmepumpe zählen.

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Tarifverträge im SHK-Handwerk

Im Sanitär-, Heizungs- und Klimahandwerk gibt es keinen bundesweit einheitlichen Tarif. Die IG Metall verhandelt mit den Fachverbänden SHK der einzelnen Länder, etwa in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen oder Schleswig-Holstein, jeweils eigene Tarifverträge. Sie gelten für Betriebe, die Mitglied im tarifschließenden Verband sind. Viele Handwerksbetriebe sind nicht tarifgebunden und legen Löhne im Arbeitsvertrag fest. Frag deshalb im Gespräch, ob und welcher Tarif angewendet wird. Die Tarifabschlüsse werden von der IG Metall und den Fachverbänden veröffentlicht, sodass du die Entgelte für deine Region vorab nachlesen kannst. Auch Auszubildende profitieren davon, denn die Tarifverträge regeln die Ausbildungsvergütung ebenfalls. In nicht tarifgebundenen Betrieben ist der Tarif trotzdem ein brauchbarer Vergleichsmaßstab für ein Angebot.

Was deinen Lohn beeinflusst

  • Qualifikation: Geselle, Meister oder Techniker mit Verantwortung für Planung und Abnahme
  • Spezialisierung: Wärmepumpen, Kältetechnik, Lüftung oder Regelungstechnik sind gefragte Schwerpunkte
  • Kundendienst und Bereitschaft: Notdienste an Abenden und Wochenenden werden je nach Vertrag gesondert vergütet
  • Einsatzgebiet: Neubau, Sanierung im Bestand, Gewerbe- und Industrieanlagen
  • Region und Betriebsgröße

Gehälter auf dieser Seite

Typische Gehälter für häufige Stellen:

38.000–50.000 € brutto/Jahr
Anlagenmechaniker SHK (m/w/d), ROCKSOLID Personalvermittlung, Karlsruhe
42.000–58.000 € brutto/Jahr
Servicetechniker:in SHK (m/w/d) für Wärmepumpen und Heiztechnik, 1KOMMA5°, Rosenheim und Umgebung
65.000–85.000 € brutto/Jahr
Projektleiter Sanitär (m/w/d), Provia Personal AG, Biel

Tarif, Region, Bereitschaftsdienste und deine Erfahrung verändern das Ergebnis. Verbindlich ist, was im Arbeitsvertrag steht.

Handwerksbetrieb oder Hersteller

Viele Stellen auf dieser Seite kommen von Handwerksbetrieben, andere von Herstellern, Großhändlern oder Energieversorgern. Beim Hersteller arbeitest du zum Beispiel im Werkskundendienst oder in der Inbetriebnahme und betreust mehrere Regionen, häufig mit Übernachtungen. Im Handwerksbetrieb bist du näher am Kunden und fährst abends nach Hause. Beide Wege haben Vor- und Nachteile beim Verdienst, bei der Arbeitszeit und bei den Entwicklungsmöglichkeiten. Frag im Gespräch, wie groß das Einsatzgebiet ist und wie viele Tage im Monat du unterwegs übernachtest.

Fragen für das Gespräch

  • Gilt ein Tarifvertrag, und wenn ja, welcher?
  • Wie oft bist du im Bereitschaftsdienst, und wie wird er vergütet?
  • Welche Herstellerschulungen bezahlt der Betrieb?
  • Wie werden Überstunden erfasst und ausgeglichen?

Mehr als der Stundenlohn

Im SHK-Handwerk gehören zum Angebot oft ein Firmenfahrzeug für die Fahrt zur Baustelle, Werkzeug, Arbeitskleidung und bezahlte Schulungen bei Herstellern. Frag, ob die Fahrt vom Betrieb zur Baustelle als Arbeitszeit zählt, wie Überstunden ausgeglichen werden und ob du im Winter mit mehr Notdiensten rechnen musst. Solche Punkte machen beim Vergleich zweier Angebote oft mehr aus als ein kleiner Unterschied beim Stundenlohn. Rechne außerdem nach, wie viele Stunden du pro Woche tatsächlich arbeitest.

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