Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik
Der Anlagenmechaniker SHK ist der häufigste Beruf auf dieser Seite. Er plant mit dem Kunden die Anlage, stellt die Wärmepumpe auf, verlegt Rohrleitungen, baut Pufferspeicher, Warmwasserspeicher und Heizkreise ein und führt den hydraulischen Abgleich durch. Dazu kommen Bäder, Lüftungsanlagen und der Kundendienst an vorhandenen Heizungen. Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre und gehört zum Handwerk, das Handwerk heißt offiziell Installateur und Heizungsbauer.
Mechatroniker für Kältetechnik
Eine Wärmepumpe arbeitet mit einem Kältekreis. Mechatroniker für Kältetechnik bauen solche Kreisläufe auf, füllen Kältemittel ein, prüfen Dichtheit und stellen Regelungen ein. Sie arbeiten außerdem an Klimaanlagen und gewerblicher Kühlung. Die Ausbildung dauert ebenfalls dreieinhalb Jahre. Wer an Anlagen mit fluorierten Kältemitteln arbeitet, braucht nach der Chemikalien-Klimaschutzverordnung eine Sachkundebescheinigung, die aufgefrischt werden muss, wenn sie älter als sieben Jahre ist.
Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik
Die Wärmepumpe braucht einen eigenen Stromanschluss, oft einen separaten Zähler und eine Einbindung in Photovoltaik oder ein Energiemanagement. Das übernehmen Elektroniker der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik. Ihre Ausbildung im Handwerk dauert dreieinhalb Jahre.
| Merkmal | Anlagenmechaniker SHK | Mechatroniker Kältetechnik | Elektroniker EGT |
|---|---|---|---|
| Teil der Wärmepumpe | Hydraulik, Speicher, Heizkreise | Kältekreis, Kältemittel, Regelung | Stromanschluss, Zähler, Steuerung |
| Ausbildung | 3,5 Jahre, Handwerk | 3,5 Jahre | 3,5 Jahre, Handwerk |
| Typische Arbeitgeber | SHK-Betriebe, Kundendienste | Kälte- und Klimabetriebe, Hersteller | Elektrobetriebe, Solarteure |
So läuft ein Wärmepumpenprojekt ab
Am Anfang steht die Beratung beim Kunden: welches Gebäude, welche Heizflächen, welcher Wärmebedarf. Danach wird die Anlage ausgelegt und das passende Gerät ausgewählt, meist eine Luft-Wasser-Wärmepumpe, seltener eine Sole-Wasser-Anlage mit Erdsonden oder Flächenkollektoren. Beim Einbau arbeiten SHK, Elektro und gegebenenfalls Kältetechnik Hand in Hand. Zum Schluss wird die Anlage in Betrieb genommen, eingestellt und dem Kunden erklärt. Später folgen Wartung und Störungsdienst. In kleinen Betrieben erlebst du alle Schritte selbst, in großen spezialisierst du dich auf einen Teil.
Weitere Rollen rund um die Wärmepumpe
Neben dem Einbau suchen Hersteller und Großhändler Servicetechniker für Inbetriebnahme und Wartung, technische Berater im Vertrieb und Projektleiter, die mehrere Baustellen koordinieren. Diese Stellen setzen meist eine Ausbildung in einem der drei Berufe und Erfahrung auf Baustellen voraus. In kleineren Betrieben übernimmst du als Anlagenmechaniker oft selbst Teile der Beratung beim Kunden. Wer Technik verständlich erklären kann, ist dort besonders gefragt, weil viele Eigentümer zum ersten Mal eine Wärmepumpe anschaffen und Fragen zu Lautstärke, Stromverbrauch und Bedienung haben. Nach der Übergabe bist du oft auch der erste Ansprechpartner, wenn im Winter etwas nicht wie erwartet läuft.